Die Heiligkeit allen Lebens - Zwischen spirituellen Illusionen und Alltagsrealität
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Die Vorstellung, dass alle Formen des Seins einer gemeinsamen göttlich-geistigen Quelle entstammen und jedes Leben heilig ist, bildet das Herzstück jeder echten Ethik.
Doch kaum irgendwo klafft der Widerspruch zwischen Selbstbild und Wirklichkeit einer großen Anzahl von Menschen so weit auseinander wie hier.
Man sieht und wähnt sich im Geiste bereits in höheren Bewusstseinsdimensionen und schmückt sich mit Worten über Ganzheitlichkeit, Liebe und Naturverbundenheit, während man im ganz banalen Lebens-Alltag noch immer für unendliches Leid, Not und Tod auf dieser materiellen Erde mitverantwortlich ist.
Es passt schlichtweg nicht zusammen, ständig von Frieden, Freiheit, allumfassender Verbundenheit und Erleuchtung zu schwadronieren, während man die eigenen Gewohnheiten über das Wohlbefinden, die Unversehrtheit und das Lebensrecht anderer stellt.
Das zeigt sich auf dem Teller und im Kleiderschrank ebenso wie in Zoos und Zirkussen, wo fühlende Wesen zur bloßen Schau und Belustigung herabgewürdigt werden.
Es zeigt sich aber genauso bei Menschen, die mit der Waffe durch den Wald ziehen und behaupten, gerade durch das Nachstellen und Töten wilder Tiere der Natur besonders nahe oder über andere erhaben zu sein.
Wie kann man sich überhaupt geistig höherstehend dünken oder stolz vor die eigene Familie stellen, wenn man gleichzeitig zulässt und unterstützt, dass Tierfamilien – Mütter, Väter und Kinder – auseinandergerissen, eingesperrt, gejagt, ausgebeutet und getötet werden?
Welches "geistige Niveau“ soll ein solches Handeln denn zum Ausdruck bringen?
Das Vergießen von Blut und die Zerstörung von Familienbanden haben nichts mit wahrer Naturverbundenheit oder Reife zu tun, sondern entspringen schlicht dem Verlangen nach egoistischer Selbstdarstellung, unreflektierter und gleichgültiger Konsum- und Profitgier, Dominanz und Kontrolle.
Tiere sind weder Nahrung noch Kleidungsmaterial, weder Schauobjekte noch Zielscheiben menschlicher Leidenschaften.
Sie sind Mitgeschöpfe, die Angst, Schmerz und Lebensfreude genauso empfinden wie wir, und sie wollen frei und unversehrt ihr eigenes Leben leben.
Wer behauptet, das Leben zu achten, aber aus Bequemlichkeit, Eitelkeit oder falschem Überlegenheitsgefühl Leid und Tod verursacht oder finanziert, täuscht sich selbst.
Das ist kein Zeichen innerer Größe, vielmehr geistiger Unreife, einhergehend mit dem Verdrängen von Empathie, Mitgefühl und Verantwortung!
Echtes Bewusstsein zeigt sich ganz bodenständig:
- beim bewussten, tierleidfreien Einkaufen, in den täglichen tierleidfreien Entscheidungen und im echten Respekt vor jedem wilden und domestizierten Geschöpf.
Man kann die Schöpfung nicht ehren, wenn man Schwächere jagt, einsperrt oder ausnutzt.
Wo immer wir die freie Wahl haben, ist der Verzicht auf Gewalt und Ausbeutung das Mindestmaß an Anstand und Gerechtigkeit.
Erst wenn das eigene Tun aufhört, Schmerz, Versklavung und Tod zu bringen, stimmen die inneren Werte mit der erstrebten geistigen Wirklichkeit überein.
Wer das Leben schützen will, lässt die Tiere in Freiheit und Frieden ... kurzum:
IN RUHE!
und
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