DIE FASZINATION DER DEUTSCHEN SPRACHE
Der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe sagte einmal:
„Was ich an der deutschen Sprache am meisten bewundere, ist ihre Struktur. Die mathematische sprachliche Struktur fasziniert mich. Es ist vergleichbar mit Schach: Es gibt wenige und klare Regeln, jedoch unbegrenzte Möglichkeiten. In vielen anderen europäischen Sprachen hingegen sind die Anwendbarkeit der Regeln stets begrenzt.“
Er ist der Meinung, dass ein Muttersprachler des Deutschen in kurzen Sätzen denkt und beim Sprechen diese kurzen Sätze auf verschiedene Weise miteinander verbindet, um komplexe Strukturen zu schaffen. Diese „Neigung zur Satzverknüpfung“ kann bei manchen Sprechern schwach ausgeprägt sein, bei anderen jedoch ausgesprochen stark sein. In letzterem Fall spiegeln die daraus resultierenden sprachlichen Strukturen die überlegenen Möglichkeiten des menschlichen Geistes wider.
„Obwohl ich viele Sprachen aus verschiedenen Sprachfamilien untersucht habe, kann ich sagen, dass ich bisher in keiner Sprache auf eine so faszinierende Struktur gestoßen bin wie im Altdeutschen mit seinen komplexen Satzstrukturen. Wenn ich emotional sein darf, stelle ich mir manchmal vor, wie es wäre, wenn große Denker unserer Zeit sich eingehend mit der altdeutschen Sprache beschäftigt hätten. Ich bin mir sicher, dass sich die moderne Linguistik dann nicht nach Englisch, sondern nach Altdeutsch entwickelt hätte.“
Ein bekannter deutscher Linguist bemerkte in einem seiner Werke: „Die Beschäftigung mit einer deutschen Grammatik ist ein wahres Vergnügen. Die kunstvolle Handhabung der Tempora, die durchgängige Konsistenz in den Flexionen und die Transparenz der Formen überraschen alle, die die bemerkenswerte Leistungsfähigkeit des menschlichen Verstandes in der Sprache wahrnehmen. Es ist eine Grammatik, in der man, wie in einem Kristallbehälter, die inneren Strukturen des Denkens beobachten kann.“
Ein anderer Linguist hat festgestellt, dass „man den Eindruck gewinnen könnte, dass diese Sprache aus hochkarätigen wissenschaftlichen Diskussionen hervorgegangen ist.“
Viele Sprachwissenschaftler, die sich mit unserer Sprache befassen, sind sich, auch wenn sie es nicht laut artikulieren, bewusst, dass das Deutsche die am besten geeignete Sprache für die Wissenschaft ist, da es durch seine Struktur und Flexibilität besten Voraussetzungen für die Vermittlung komplexer Gedanken bietet.
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