🖤 Das Manifest der Ungezähmten
Hör auf.
Hör verdammt noch mal auf, in diesen Räumen sitzen zu bleiben. In diesen sterilen, engen Boxen, in denen Typen oder schlimmer noch andere Frauen, die sich selbst schon aufgegeben haben, dir mit Zeigefinger und herablassendem Lächeln erklären, wer du bist und wie du zu sein hast.
Woher deine Macken kommen. Warum du „so“ reagierst. Als wärst du ein kaputtes Haushaltsgerät, für das sie die Bedienungsanleitung geschrieben haben.
Weißt du, was da passiert?
Das ist kein Gespräch auf Augenhöhe.
Das ist eine Exorzierung deiner Wildheit.
Und irgendwann, ganz leise, fängst du an, mitzumachen.
Du steigst in den Ring deiner eigenen Verteidigung.
Du fängst an, deine Biografie auszupacken.
Deine Wunden. Deine Kindheit. Deine Ex-Partner.
„Ja, aber ich bin so, weil damals …“
Stopp.
Merkst du nicht, was du tust?
Du lieferst ihnen die Munition.
Du machst dich nackt, nicht, um geliebt zu werden, sondern um akzeptiert zu werden.
Du bettelst um die Erlaubnis, existieren zu dürfen.
Ein Muster.
Weitergereicht.
Von Generation zu Generation.
Ein stiller Fluch.
„Sei still. Sei brav.
Pass dich an. Lach nicht zu laut.
Sei hübsch, aber nicht zu sexy – du willst ja schließlich nicht ‚billig‘ wirken.
Sei intelligent, aber nicht schlauer als er.
Hab Kinder, aber bloß nicht von verschiedenen Männern.
Bloß keine Brüche im Lebenslauf.
Bloß nicht anecken.
Was sollen denn die ANDEREN denken?“
EIN FUCK AUF DIE ANDEREN.
Was für ein Bullshit ist das eigentlich?
Mit welcher Berechtigung maßt sich irgendjemand an, über dein Sein zu urteilen?
Über die Anzahl deiner Kinder, deine Sexualität, deine Wut, deine Tränen?
Jedes Gefühl, das in dir aufsteigt – jedes einzelne – hat seine verdammte Berechtigung.
Die Wut, die dich zerreißt? Berechtigt.
Die Trauer, die dich lähmt? Berechtigt.
Die Lust, die du lebst? Berechtigt.
Die Angst? Berechtigt.
Es ist deine Wahrheit.
Es ist das Blut, das durch deine Venen fließt.
Das lässt man sich nicht weg erklären.
Nicht weg therapieren. Nicht kleinreden – nur damit andere in aller Ruhe ihren Sonntagsbraten genießen können.
Ja, dann bist du eben laut.
Dann knallst du eben Türen.
Dann bist du bewusst ungefiltert.
Na und?
Weißt du was?
Das ist okay.
Das ist die Entscheidung, die Maske fallen zu lassen, weil sie verdammt noch mal drückt und dir die Luft nimmt.
Das Leben ist nicht linear.
Es ist ein chaotischer, intensiver und manchmal schmerzhafter Tanz.
Und weißt du was?
Du bist Liebe.
Nicht trotzdem – sondern gerade darum.
Du bist vollkommen.
Jetzt.
Mit all deinen Macken, deinen Narben, deinen Ängsten, deinen unstillbaren Sehnsüchten.
Dann bist du eben eine Suchende.
Eine, die sich ausprobiert.
Das ist das Leben.
Dein Leben.
Du musst nicht in die winzigen, staubigen Schubladen in den Köpfen anderer passen. Die sind viel zu klein für dich.
Deine Seele braucht einen Ozean.
Und sie wollen dich in ein Schnapsglas sperren.
Hör auf, dich von Menschen erklären zu lassen, die keine Ahnung haben, wie es sich anfühlt, du zu sein.
Nur du weißt, wer du bist.
Tief in dir weißt du es längst.
Also steh auf.
Nimm deinen Raum ein.
Und wenn sie sagen, du bist „zu viel“, dann sag:
„Nein. Ihr seid zu wenig.“
Und wenn du merkst, dass ein Raum, ein Gespräch oder eine Beziehung dich nur deshalb erträgt, weil du dich Stück für Stück selbst amputierst – dann geh.
Nicht aus Schwäche.
Nicht, weil du fliehst.
Sondern weil du für dich selbst einstehst.
Weil du deine eigene Göttin bist.
Geh raus.
Sei laut.
Sei wild.
Sei du.
Ganz.
Echt.
Ungestutzt.
Und wer damit nicht klarkommt:
Der hat Pech gehabt.
Deine Wildheit war nie das Problem.
Ihre Angst davor schon.
Sie brauchen dich klein,
weil du ihnen sonst zu stark bist.
Weil sie eine Welt fürchten, in der du zu frei bist.
🖤
Mara. Asura
20. März 2026
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