Wahre innere Erkenntnis wird nicht durch Reden oder Bücher vermittelt. Sie kann nur durch tiefgreifende Selbsterkenntnis erlangt werden.
Man findet sie nicht im Außen, sondern indem man immer tiefer in sein Innerstes vordringt. In diesem Sinne erhält die uralte Aufforderung zur Selbsterkenntnis ihren authentischsten Wert.
Die Wahrheit in ihrem Wesen lässt sich nicht in starre Definitionen zwängen. Jedes Mal, wenn wir versuchen, sie in einer Formel festzuhalten, geht unweigerlich etwas verloren. Worte deuten an, legen nahe, aber sie erschöpfen nie das, was sie ausdrücken wollen.
Es gibt eine tiefere Dimension des Denkens, einen Geist, der sich jedem Versuch, ihn vollständig zu erfassen, entzieht. Es ist eine Wirklichkeit, die sich fortwährend manifestiert, aber nur durch Reflexionen, Bilder und Andeutungen.
Aus diesem Grund ist es notwendig, auf Symbole und Bilder zurückzugreifen, wenn man versucht, das auszudrücken, was jenseits des Sichtbaren liegt. Nicht um zu verwirren, sondern weil man nur durch sie auf das anspielen kann, was nicht direkt gesagt werden kann.
Reines Denken kann in der Tat nicht nackt erscheinen. Es muss sich stets in Form hüllen. Doch dieser Schleier ist kein Hindernis für jene, die gelernt haben, wahrhaft zu sehen: Vielmehr wird er zu einer Transparenz, durch die die Wahrheit ihre Gegenwart erahnen lässt.💫