Aber auf dein Wort…
Die Jünger waren am arbeiten: Fischen. Sie kannten ihr Handwerk und waren fleißig. Die ganze Nacht. Leider erfolglos. Ich weiß nicht, wie es ihnen gegangen sein musste, als sie wirklich die ganze Nacht ununterbrochen gefischt haben und einfach nichts ins Netz gegangen ist. Nichts. Erschöpft und müde, enttäuscht und vielleicht traurig wuschen sie nun ihre Netze. Eine Routine Arbeit nach dem Fischen.
Und nun kam einer her, der sie auf einmal aufforderte, an die tiefste Stelle zu fahren und es noch einmal zu probieren mit dem fischen.
Simon wusste, wen er vor sich hatte. Er ignorierte seine ganze Erschöpfung, seine Enttäuschung, die aus den Worten spricht: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen…‘ und er entschied sich, dem zu glauben, dessen Worte Leben und Kraft sind.
,Aber auf dein Wort will ich…‘
Ich tu es, weil du es sagst. Ich gehorche, weil du es bist, Herr Jesus.
Sag mal, fühlst du dich auch erschöpft, kraftlos und enttäuscht? Du arbeitest ,die ganze Nacht‘ hindurch, setzt dich für das Werk des Herrn ein, betest für deine Kinder, deine Ehe, deine Sonntagschulklasse und nichts passiert. Keiner bekehrt sich, deine Ehe wird nicht besser, deine Kinder ändern sich nicht und du beginnst die ,Netze zu waschen‘. Müde beendest du den Tag mit deinem Abendgebet. Es hat wieder nichts gebracht. Mein Reden, mein Bemühen, meine Tränen. Es hat nichts gebracht.
Aber auch zu dir kommt einer, der dir sagt, ,geh noch einmal, arbeite noch einmal und gib dem Ganzen noch eine Chance, weil ich es sage. Gib deine letzte Kraft, aber diesmal auf meine Verantwortung, eben ,auf mein Wort hin.‘
Du weißt, was in der Geschichte passiert ist. Du weißt, wie es ausgegangen ist.
Was willst du tun? Willst du aufgeben? Willst du alles hinschmeißen? Willst du traurig weg gehen und alles sein lassen? Oder möchtest du es probieren, demjenigen zu glauben, der dich auffordert, es noch einmal zu versuchen, aber diesmal nur, weil er es sagt? Weil du genau weißt, dass deine Kraft nichts mehr taugt, dass dein Bemühen nichts mehr bringt und weil Dir bewusst ist, dass jetzt nur noch einer eingreifen kann?
Gerade dann, wenn deine Kräfte nichts mehr taugen, kann ER die Kraft sein. Komm, versuch es noch einmal und stelle deine letzte Kraft dem zur Verfügung, der daraus etwas wirken kann:
,Auf dein Wort Herr. Wegen dir probiere ich es noch einmal und will deinen Worten vertrauen und gehorsam sein. Ich setze mein ganzes, absolut ganzes Vertrauen auf dich. In vollem Bewusstsein, dass meine Bemühungen bis jetzt nichts gebracht haben. Aber auf dein Wort und im Vertrauen zu dir, gebe ich meine Kraft nun dir und werde noch einmal kämpfen.‘
,Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische und ihr Netz begann zu reißen. Da winkten sie den Gefährten, die im anderen Schiff waren, dass sie kommen und ihnen helfen sollten; und sie kamen und füllten beide Schiffe, sodass sie zu sinken begannen. Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Herr, gehe von mir hinweg, denn ich bin ein sündiger Mensch!“
(Lk 5,7-8)
,Gar keiner wird zuschanden, der auf ihn harrt.‘ (nach Ps.25,3)
Auch du nicht. Was wirst du tun?
©ᵉʳⁱᵏᵃ