Verteidigungsminister Pistorius hat jüngst die erste wirkliche Militärstrategie in der Geschichte der Bundesrepublik vorgestellt, wo sich hierzu einige Gedanken lohnen...
Obwohl ich alles andere als ein Pazifist bin und grundlegend auch für eine schlagkräftige Armee, hat das ganze irgendwie ein sprichwörtliches "Geschmäckle", denn ganz bewusst muss man sich die Frage stellen, "ist dies eigentlich noch mein Land" und Bestätigung solcher Zweifel bekommt man direkt mit Blick auf die Debatte zur Bundeswehr, so schrieben der Tage zum Beispiel die "Nürnberger Nachrichten" :
"Zum Glück muss niemand befürchten, dass Deutschland einen Angriffskrieg oder Überfall – auf wen auch immer – plant. Mit unseren europäischen Nachbarn, ob Frankreich, Polen oder anderen, verstehen wir uns so gut wie nie zuvor in der Geschichte. Deswegen kann man sich, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, unmissverständlich für einen effektiven und der Lage angemessenen Ausbau der Bundeswehr aussprechen. Wir wollen nur so wehrhaft sein, dass wir selbst nicht zum Opfer eines Aggressors werden. Wer könnte dagegen ernsthaft etwas einzuwenden haben."
Man könnte meinen, es ist Satire und Nein, leider ist es ernst und steht dieses Zitat für Alles, warum unser Land zu Grunde geht, schlicht für den Unwillen, die eigene Größe und Stärke zu erkennen.
Kurz - ganz real gesellschaftlich, jenen, welche ihre Heimat lieben und ihr Brauchtum leben, wurde schon lang ihre Heimat geraubt und jene, welche mit den Zuständen zufrieden sind, sind linksliberale Phantasten , welche im Schuldkult ersaufend nicht für das Vaterland einstehen - auch wenn diese dies immer gern von Dritten Fordern.
Ganz nebenbei kam der Tage noch ein Versprechen zu Tage, welches man bereits seit Jahren kennt und zwar jenes, die Bundeswehr "zur schlagkräftigsten und modernsten Armee zu transformieren", was bei solchen Parolen gern vergessen wird, dies war bereits einmal die Bundeswehr, bis diese kaputt gespart wurde, in den Neunziger Jahren, also vor Scharping, Guttenberg und der "Flintenuschi".
Zu der Zeit, also Anfang der 2000er-Jahre hieß es dann, die deutsche Armee zu einer modernen Einsatzmacht werden, die schlank und schlagkräftig auf der ganzen Welt dienstbereit wäre.
Es war auch dieser Anspruch, der zur Teilnahme am Afghanistankrieg führte, der als blutigster und teuerster Einsatz in die Geschichte der BW einging und zudem alle seine Ziele verfehlte. Was hat man daraus gelernt? Nichts.
Wo sollen ihre künftigen Schwerpunkte liegen?
In der Verteidigung von Bündnis- und Landesgebiet oder in abenteuerlichen Einsätzen mit zweifelhaftem Nutzen von Hormus bis in den Nordatlantik? Das "neue Konzept" liefert darauf wiederholt Antwort, nichts außer tolle Sätze - stumpfe Phrasen, wie dass Deutschland für die USA ein "noch stärkerer militärischer Verbündeter" werden solle.
Von strategischer und operativer Weitsicht kann hierbei keine Rede sein.
Man merkt, die ganze Debatte, das ganze herumdoktern wird nicht viel bringen und erinnert eher daran, als wenn jemand mit einem halbem Brathähnchen zum Tierarzt geht und fragt, "ob man da nicht noch etwas machen könne".