Kulturhauptstadt verpflichtet – besonders uns Kulturliebhaber. Hier meine Begrüßung zum Kulturhauptstadtjahr, vorzutragen im Sprechgesang. Da wird das holprige Versmaß dadurch weggemacht, daß man die zu langen Stellen schneller spricht.
He Leute, hört mal her, ich muß Euch was erzähln
wie konnte man denn Chemnitz zur Kulturhauptstadt wähln?
Es ist lange lange her, da hat man überlegt,
wie man die Kultur etwas eindrucksvoller pflegt.
Man wählte jedes Jahr aus allen Landen
eine kulturelle Stadt zum Repräsentanten.
Paris, Florenz, Weimar und Athen,
das sind Kulturstädte, das läßt sich seh´n!
Und mit großem Pomp und auch ganz mit Bravour
feiert man jedes Jahr europäische Kultur.
Doch es gab ein Problem, man saß in der Falle,
die großen Kulturstädte, die waren bald alle.
Das war nicht sehr schön, denn man hat sich dran gewöhnt,
daß man an diesem Zirkus ganz ordentlich verdient.
Man dachte und dachte – und entschied sich dann:
In Zukunft ist einfach jeder mal dran!
Und die Kulturhauptstadt mit ihrem Getöne
wurde quasi zur Miß-Wahl für weniger Schöne.
Kulturhauptstädte wurden infolge dessen
Pilsen, Rijeka, Fünfkirchen und Essen,
dazu Plowdiw und Kaunas, Breslau und Cork,
Liverpool, Bad Ischl und Temeschburg.
Manche davon habt Ihr noch nie gehört?
Das hat bei der Auswahl keinen gestört.
Als Ersatz für Athen und Florenz gekürt,
paßt das gut in eine Zeit, in der das Mittelmaß regiert.
Da dachte man in Chemnitz, Mittelmaß könn´wir gut!
Drum warf man in den Ring voller Zuversicht den Hut.
Wir können ein Fahrzeug in den Schloßteich schmeißen
und dem Karl Marx seine Därme rausreißen,
Das ist dann Kultur auf sehr hohem Niveau,
und sicher sind auch alle Chemnitzer froh.
Und die deutsche Jury entschied: noch vor Dresden
und Nürnberg ist tatsächlich Chemnitz am besten!
Wie ist denn das gekommen, war Korruption im Spiel,
daß der Jury unsre wunderbare Stadt so gefiel?
Ich will´s Euch erklärn: Pro Chemnitz hat´s besorgt,
denn wir haben der Stadt unsern guten Ruf geborgt!
Wir gaben den Ausschlag, ich sag´s Euch unverblümt,
denn 2018 machten wir die Stadt berühmt:
Im August 2018, da hat in tiefer Nacht
ein Merkelgast nen Chemnitzer umgebracht
Das war schon normal, das regt sonst kein´ mehr auf,
doch wir hier in Chemnitz nahmen das nicht in Kauf!
Und plötzlich kannte jeder Mensch jeden Landes
die europäische Hauptstadt - des Widerstandes!
Es sprach sich weit herum in der ganzen großen Welt:
In Chemnitz wohnt ein Volk, das zu seiner Heimat hält.
Man hat uns verunglimpft, doch die Guten ham´s verstanden:
Wir lassen uns nicht einschüchtern von kriminellen Banden.
Natürlich nicht von den importierten Messerstechern,
doch erst recht nicht von schwarz-grün-roten Poltitk-Verbrechern
Wir halten weiter treu zu Deutschland, zu Sachsen,
denn hier solln noch frei unsre Enkel aufwachsen!
Und wenn ich UNSRE sage, dann mein ich das auch so,
denn die anderen haben ihre Heimat anderswo.
Und wir sagen´s wieder jedem, der´s noch nicht vernommen hat:
Das ist unsre Stadt!
Und wer jetzt vielleicht denkt, wir könn´ nur Widerstand,
nein, wir nehmen auch selber die Zügel in die Hand.
Wir müssen dieses Land umkrempeln, von selber wird das nicht
Und sollten wir´s nicht machen, wär zuende die Geschicht´.
Zuerst werden wir im Land die Sicherheit verbessern
Das geht natürlich nicht, solang hier Talahone messern.
Dafür gibts eine Lösung, wir schicken sie nach Hause,
denn bei ihnen in der Heimat ist jetzt Islamisten-Sause.
Das ham sie sich gewünscht, ja das wollten sie so haben,
dann sollen sie sich auch mal an der neuen Herrschaft laben.
Das Kalifat ist da, aber garantiert nicht hier,
denn wir genießen weiter Schweinesteak und Bier.
Das wird ne tolle Sache, und die Freude, die ist groß
Es beginnt die große Heimfahrt, und in Chemnitz geht sie los.
Wir gehen auch zum Abschied mit auf den Hauptbahnhof,
dann sind wir die Bahnhofsklatscher, und das ist gar nicht doof.
Für Sicherheit sorgen dann wir, nicht die Polizei,
denn nur, wer sich selber verteidigt, ist auch frei.
Dann sagen wir wieder voll Stolz, den jeder hat:
Das ist unsre Stadt!