Liebe Freunde,
einer der tiefsten und zugleich tröstlichsten Sätze aus Ein Kurs in Wundern lautet:
„Ich bin nach wie vor, wie Gott mich schuf.“
Vielleicht klingt das zuerst wie ein schöner spiritueller Gedanke. Doch wenn wir beginnen, ihn wirklich an uns heranzulassen, verändert er alles. Denn wir erleben uns oft ganz anders, verletzlich, schuldig, nicht genug, oder als jemand, der kämpfen, sich beweisen oder heilen muss. Wir schauen auf unsere Vergangenheit, unsere Fehler, unsere Ängste, unsere körperlichen oder emotionalen Wunden und glauben, genau das sei unsere Identität. Doch der Kurs lehrt uns etwas völlig anderes: Nichts von alldem hat verändert, was du in Wahrheit bist.
Unter all den Geschichten, und Rollen, unter der Angst und dem Zweifel gibt es in dir einen Raum, der vollkommen unberührt geblieben ist. Einen stillen, heiligen Altar, den kein Schmerz der Welt erreichen konnte.
Zu Erwachen bedeutet anzuerkennen: Ich bin nach wie vor, wie Gott mich schuf.
Das Ego lebt davon, dass du dich als ungenügend oder beschädigt wahrnimmst. Denn solange du glaubst, etwas an dir müsse erst vollständig werden, suchst du unaufhörlich im Außen nach Rettung. Mehr Anerkennung, Sicherheit, Kontrolle oder mehr spirituelle Erfahrungen. Doch Frieden beginnt in dem Moment, in dem du aufhörst, gegen dich selbst zu kämpfen.
„Ich bin nach wie vor, wie Gott mich schuf“ bedeutet nicht, dass der Mensch plötzlich perfekt erscheint. Es bedeutet, dass hinter allen wechselnden Masken etwas Ewiges existiert, das nie verletzt oder angegriffen wurde.
Es geht auf unserem Weg nicht darum, jemand anderes zu werden, sondern nur darum, das loszulassen, was wir nie wirklich waren. Genau heute können wir einen kleinen Augenblick still werden und zulassen, dass dieser Gedanke tiefer sinkt als alle alten Urteile über uns selbst.
Du bist nicht verloren oder getrennt. Und das Allerwichtigste, du bist niemals von der Liebe Gottes ausgeschlossen gewesen.
In Verbundenheit
Gottfried