Sich selber eine gute Mama sein
Heute an diesem Tag schreibe ich diese Worte für dein inneres Kind, für den Anteil in dir, der lernen darf, bedingungslose Liebe anzunehmen.
Ich hatte keine einfache Mutterbeziehung. Meine Mutter war bedürftig und schon im Mutterleib musste ich sie stützen und halten.
Sie konnte nicht sehen, wer ich wirklich bin.
Es gab vielleicht zwischendurch vereinzelte Momente, in denen es liebevolle Verbindung gab.
Aber die Grunddynamik "ich muss sie retten" hat in mir die gleiche Bedürftigkeit produziert, die meine Mutter auch hatte.
Ich habe in den letzten Jahren gelernt - und ich bin immer noch dabei - mir selber eine gute Mutter zu sein.
In mir wuchs der Anteil, der mich sieht, mich hält und mich bedingungslos liebt.
Vor allem kann dieser Anteil "in Beziehung" gehen.
Der Anteil der inneren Mutter ist auch der Anteil, der mich schützt. Ich höre mittlerweile in mir ein klares Nein oder ein klares Ja.
Die mütterliche Energie finde ich auch überall um mich herum.
Ich finde sie in Mutter Natur.
Wenn ich mich auf die Erde lege, barfuß laufe, die Blumen beobachte, Beeren und Kräuter pflücke, mich an einen Baum lehne, einem Reh zuschaue, dann beschenkt mich Mutter Erde mit ihrer unermesslichen Fülle und Liebe für mich.
Ich finde die mütterliche Energie auch in inneren und äußeren Helfern, die mich begleiten.
Mutter Maria ist in meinem Herzen und wacht über mein inneres Kind.
So auch verschiedene Krafttiere. Eine Wölfin und eine Bärin sind als kraftvolle Begleiter immer dabei.
Ich lerne, Mütterlichkeit anzunehmen und selber mütterlich zu sein. Mit mir und dem Leben.
Kurz um: ich gehe in Verbindung, in Beziehung, in Beziehung mit mir.
Die erste Beziehung, die ich hatte, die Beziehung zu meiner Mutter, heilt immer mehr.
Und somit heilt die Beziehung zu mir und der Welt.
Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass all die Leerstellen, die die fehlende Mütterlichkeit meiner Ahnenlinie in mir hinterlassen hat, nachgenährt sind, so dass ich mich selber nähren kann. Mich. Mein Umfeld. Meine Projekte.
Und meine mütterliche Ahnenlinie beschenkt mich zurück. Ich fühle Dankbarkeit und aufgerichtete Frauen, die stolz auf mich blicken.
Fehlende warme, liebevolle Mütterlichkeit ist in unserer Gesellschaft in meinen Augen die Ursache für die meisten Mangelzustände und Krankheiten.
Sich selber eine gute Mama sein und das innere Kind voll und ganz annehmen zu lernen, ist wohl das Heilsamste für die versehrten Anteile, für Beziehungen, für die Gesellschaft und für Mutter Erde.
Das geht nicht von jetzt auf gleich, aber in kleinen Schritten.
Jeden Tag ein bisschen mehr.
Kannst du dir selber eine gute Mama sein?
Was braucht es, damit du dich bedingungslos annehmen kannst?
In Liebe und Dankbarkeit
Anna Farina
🙏🏻🩷