Ihr Lieben,
mir fehlen gerade ein bisschen die Worte.
Oder vielleicht ehrlicher gesagt:
Ich bin gerade an einem Punkt, wo ich mich frage, ob das, was ich zu sagen habe, überhaupt gesagt werden soll.
Wer will das überhaupt hören?
Wen interessiert das?
Und ist es nicht manchmal fast eine Anmaßung, die eigene Meinung so laut hinauszutragen?
Ich weiß nicht genau, woher das kommt.
Aber ich glaube, ich kann es zurückverfolgen bis zu unserem Wickelkurs in Hamburg.
Dort wurden unglaublich starke Prozesse in Gang gesetzt.
Ich glaube nicht nur bei Anna und mir, sondern auch bei vielen Teilnehmerinnen.
Und seitdem fühlt es sich an, als würde etwas in mir zerlegt werden.
So wie bei der Raupe.
Sie wird ja nicht einfach „ein schönerer Wurm“.
Sie wird tatsächlich aufgelöst.
Fast zu einer Suppe.
Und aus dieser formt sich irgendwann der Schmetterling neu.
Und genau so fühlt es sich gerade an.
Dann kamen noch die weiteren Kurse in Deutschland dazu — Mandalas, Seelenwickeln — und alles hat diesen Prozess noch verstärkt.
Zwischendurch durfte ich sogar Unterstützung durch ganz liebe Menschen aus der WINGSler-Familie bekommen, ein Ehepaar, das energetisch arbeitet.
Und für einen Moment hatte ich das Gefühl: Ah, jetzt geht es weiter.
Und jetzt finde ich mich plötzlich wieder in diesem Wunsch, mich zusammenzurollen.
Ganz still zu werden.
Ich habe gerade kein Bedürfnis, Weisheiten von mir zu geben.
Keine großen Worte.
Kein „So müsst ihr das machen“.
Eher dieses Gefühl:
Wer bin ich eigentlich, euch etwas erklären zu wollen?
Und gleichzeitig bringt mich genau das zu einer wichtigen Erkenntnis.
Vielleicht ist es bei uns Frauen gar nicht natürlich, immer nur zu strahlen.
Immer sichtbar zu sein.
Immer zu senden.
Dieses dauernde Nach-außen-Strahlen ist vielleicht eher ein solares, männliches Prinzip.
Und ja — wir tragen beides in uns. Aber vielleicht brauchen wir Frauen auch Raum, wie der Mond zu sein.
Zu wachsen.
Abzunehmen.
Zu verschwinden.
Schwarzmond-Zeiten zu haben.
Uns zurückzuziehen, ohne uns erklären zu müssen.
Nicht nach Algorithmus.
Nicht nach Erwartungen.
Nicht nach „Du hast aber einen Kanal, die Leute warten auf dich“.
Sondern nach einem eigenen inneren Rhythmus.
Und deswegen werde ich vielleicht in nächster Zeit einfach Bilder mit euch teilen.
Denn manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte.
Und bis wirklich wieder Worte geboren werden, die gesagt werden wollen — Worte, die aus echter Überzeugung kommen — nehme ich mich mit meinen Worten ein wenig zurück.
In Liebe,
Yaginya
P. S. Dafür, dass ich „gerade keine Worte habe“,
ist das ein ziemlich langer Post geworden. 🤣