„Bad Vaxx" – das Kinderspielchen, das Zweifel zur Krankheit erklärt
https://www.badvaxx.com/
Der Nachwuchs soll künftig spielerisch gegen eine lästige Neigung geimpft werden: offizielle Impf-Narrative zu hinterfragen. Das Browsergame „Bad Vaxx" trainiert Zehnjährige darauf, Skepsis als Manipulationstechnik zu erkennen – wohlgemerkt ausschließlich dort, wo sie sich gegen Behörden und Pharma-PR richtet. Wer eine Impfkampagne kritisch liest, ist der Schurke. Wer sie glaubt, der Held. So einfach sind die Rollen verteilt, wenn Bildung zur Gamifizierung der Compliance wird.
Ein Blick in den Credits-Abspann erklärt, warum das so ist:
- Zwei Millionen Dollar, zu 100 Prozent aus den Töpfen von CDC und HHS – also jener Behörden, deren Narrative das Spiel verteidigen soll. Man nennt das heute "Wissenschaft".
- Kofinanzierung durch die EU via Horizon 2020 (JITSUVAX, Grant-ID 964728). Brüssel überlässt die Impfmündigkeit nicht dem Zufall.
- Entwickler Jon Roozenbeek – angesiedelt am Department of War Studies des King's College London. Der Begriff „Informationskrieg" ist an dieser Stelle keine Metapher mehr, sondern schon Briefkopf.
- Berater- und Forschungsgelder der Co-Autoren: WHO, UN, Meta, Google, US-Außenministerium, Global Engagement Center, britischer Verteidigungs- und Nachrichtendienstapparat, dazu Honorare von Gates-Stiftung, Google Jigsaw und WhatsApp. Eine psychologische Impfung, sozusagen, gegen alles, was den Sponsoren sauer aufstoßen könnte.
- Der didaktische Höhepunkt: eine der vier Figuren, die der Nachwuchs als Schurken entlarven soll, heißt „Mystic Mac" – Definition laut Entwicklern: einer, der offiziellen Narrativen misstraut. Wer als Kind lernt, Regierungsaussagen nicht blind zu schlucken, bekommt hier also einen Comic-Bösewicht als Spiegelbild serviert.
Dass das Spiel mit exakt jenen Mitteln arbeitet, die es angeblich entlarvt – emotionale Dramaturgie, Autoritätsgestus, Wiederholung, asymmetrische Definition von „Fehlinformation" –, steht in der begleitenden Studie in Scientific Reports nicht zur Debatte. Impfwerbung, Behördenkommunikation und Pharma-PR werden konsequent nicht auf dieselben Manipulationsmuster abgeklopft. Geprüft wird nur eine Seite. Geimpft auch.
Nennt es ruhig „Prebunking". Wir aber wissen: Es ist Propaganda mit Animationen.