KEIN PLAN B
Es gibt Momente, in denen jemand voller Energie vor dir sitzt, und dann kommt ein gut gemeinter Satz, der alles ein kleines bisschen trübt:
„Hast du auch einen Plan B?"
Ich saß neulich in einem Gespräch und hörte nur zu. Einem enthusiastischen Menschen, wurde genau das, am Ende geraten. Von jemandem, der es gut meinte, einem „Fachmann".
Ich dachte innerlich:
Nein, bitte nicht.
Warum ein Plan B manchmal der größte Saboteur ist
Wenn wir uns auf etwas ausrichten, wirklich ausrichten, mit dem Herzen, mit dem Gefühl, dann braucht das unsere volle Energie, unsere Gedanken und Aufmerksamkeit.
Und wenn es uns gelingt, auch unsere Vorstellungskraft, aber das Gefühl ist dabei entscheidend.
Ein Plan B klingt in erster Linie klug, sicher, vernunftgesteuert. Was er nicht ist, herzgesteuert, und da ist ein himmelweiter Unterschied.
Der Verstand braucht Sicherheit.
Aber was passiert, wenn wir eine weitere Option, einen Plan B, im Blick behalten?
Wir stehen energetisch zwischen zwei Stühlen, mental und emotional.
Und dann, irgendwann, wenn Plan A sich nicht so zeigt wie erhofft, wenn der Weg steiniger wird, wenn die Umstände gerade alles dagegen zu sprechen scheinen, flüstert der Verstand:
„Siehst du? Sonst würde es einfacher gehen, leichter. Vielleicht ist Plan B doch eine Option, eventuell die bessere Idee."
Und ehe wir es merken, haben wir uns selbst von unserem Herzensweg entfernt und das nicht weil Plan A unmöglich war oder nicht richtig. Sondern weil wir unsere Energie nicht vollständig dort hineingelegt haben.
Weil wir mehrere Optionen offengehalten haben und uns gleichzeitig auf mehrere Richtungen ausgerichtet haben.
Was es in schwierigen Momenten wirklich braucht
Ich erinnere mich an einen Menschen, der an seinem Plan A gezweifelt hat. Der Plan war da, die Energie war enthusiastisch und wie das Leben so ist, es läuft nicht immer geradlinig.
Alles hatte sich zugespitzt, die Umstände schienen ziemlich dagegen zu sprachen.
Der Verstand, der Mensch, hatt aufgegeben und hatte schon fast entschieden: Es funktioniert nicht.
Was dieser Mensch in dem Moment gebraucht hat, war kein Plan B.
Was er gebraucht hat, war jemand, der ihn zurückbringt, zum Ursprung, zu dem Moment, wo die Idee geboren wurde. Zu dem Gefühl, das da war, bevor der Zweifel kam.
Denn oft ist das, was wie Scheitern aussieht, nur ein Teil des Prozesses.
Meine Bitte an dich
Vertrau deiner Ausrichtung.
Solange Plan A dein Herzensweg ist, bleib dabei. Sieh dich dort, fühl es, gib Energie hinein, beweg dich dahin.
Und pass auf, mit wem du darüber sprichst. Nicht jeder, der es gut meint, versteht, was du aufbaust.
Zerstreue deine Energie nicht. Entscheide dich für eine Möglichkeit, die, die sich richtig anfühlt.
Ob sie sich genau so realisiert, wie du es dir vorstellst? Das liegt auch im Prozess, vertraue darauf.
Aber eines ist sicher: Wenn du nie ganz da bist, wird sich Plan A nicht entfalten können.
von ❤️zu ❤️
Du musst deinen Weg nicht alleine gehen.
Wenn du Begleitung wünschst,
ich bin gerne für dich da.
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