Zum 127. Geburtstag: Oberst Robert Colli! 27.06.1898,Wien - 22.07.1980,Gmunden/OÖ
Seit dem Mai 16 dient er in der k.u.k-Armee, absolvierte im Winter 16/17 die Reserve-Offiziersschule Jägerndorf und kam danach als Zugführer ins Infanterie-Rgt 80, später ins Sturm-Bataillon 9. Im Mai 18 zum Leutnant befördert, wird er im September ins Lazarett eingeliefert und Ende November in den den Ruhestand verabschiedet.
Im Februar 23 wird er als Unteroffizier reaktiviert, kommt zum Alpenjäger-Regiment 12 und nimmt im Sommer an einem Offiziers-Anwärter Kurs teil. Ab August 24 Wachtmeister im AJR 12, wird er am 30.01.26 erneut Leutnant, durch seinen voran gegangenen Dienst jedoch am gleichen Tag zum Oberleutnant befördert.
Ab Juni 36 Hauptmann, wird er nach dem Anschluss in die WH übernommen, kommt ins Infanterie-Regiment 133, Linz, (aus dem IR 14 des http://österr.BH/ gebildet). Nach der Teilnahme an den „Blumenkriegen“ wird Hptm Colli im August 39 zum Major befördert, kämpft mit dem IR 133 in der http://45.ID/ in Polen und in Frankreich.
Nach dem Westfeldzug muss die http://45.ID/ ein Drittel ihres Bestandes an die 100. Jäger-Division abgeben, Major Colli wird ebenfalls versetzt, kommt schliesslich zur Kfz-Inst.-Abt 592, dient mit dem Verband an der Ostfront, wird im März 42 zum Oberstleutnant befördert.
Ende März 42 wird er ins IR 95 versetzt, übernimmt das II. Bataillon. Nach Verwundung im Mai 42, kommandiert er ab September 42 das I./IR 185, bevor er Mitte Oktober die Führung des gesamten IR 185 übernimmt.
Im November 42 wird er erneut versetzt, übernimmt das IR 547.
Eigentlich für die http://328.ID/ aufgestellt, wird das IR 547 jedoch getrennt von der Division eingesetzt. Im Rahmen der http://83.ID/ kämpft es bei Welikije Luki, hier schmilzt die Division bis zur Jahreswende 42/43 auf 781 Mann zusammen!
Im August 43 wird Robert Colli zum Oberst befördert.
Am 08.02.44 wird die, mittlerweile zum Grenadier-Regiment 547 umgerüstete Einheit unter Obst C. in seinen Stellungen bei Nowossokolniki angegriffen. Der Gegner zielt mit Panzerunterstützung am Podgornoje-See vorbei auf Bykowo. Genau im Dorf Bykowo hatte aber Oberst Colli seinen Regimenst-Gefechtsstand. Kaum waren die ersten gegner. Spitzen vor diesem angelangt führte der Oberst seine Tross-Leute an den Gegner. Dabei sprang der Oberst selbst einen Panzer an, riss das unverriegelte Turmluk auf und eliminierte die Besatzung mit seiner Pistole. Gegen 15 Uhr wollte er diese Aktion an einem zweiten Panzer wiederholen, wurde jedoch dabei schwer verwundet. Von seinen Männern geborgen und in ein Lazarett verbracht musste ihm ein Bein amputiert werden.
Ab dem 21.02.44 wurde er in die Führer-Reserve des OKH versetzt, wobei er in ein Lazarett im Wehrkreis XVII (Wien) verlegt wurde. Ab dem Januar 45 wurde er nach Ausheilung seiner Verwundung zum Kommandeur Grenadier-Ersatz-Regiment 557.
Hier geriet er im Mai 45 in US-Gefangenschaft, aus der er einen Monat später entlassen wurde.
Aus seinem weiteren Leben finde ich nichts.
Zum silbernen Verdienstabzeichen der Republik Österreich 07.10.34 trug er Ehrenkreuz für Frontkämpfer, EKII 11.12.39, EKI 14.06.40, Infanterie-Sturmabzeichen 12.06.41, Ostmedaille, Verwundetenabzeichen schwarz 20.10.43, silber 18.02.44, gold 26.09.44, Panzervernichter Februar 44, DKiG 03.08.43, RK 19.02.1944