🌱🪶 das Schmalblättriges Weidenröschen 🪶🌱
Bestimmen, sammeln und verwenden
Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit
Das Schmalblättrige Weidenröschen ist ein wahrer Überlebenskünstler und ein klassischer Rohbodenpionier. Überall dort, wo die Natur Wunden davongetragen hat – sei es durch Waldbrände, Erdrutsche, Kahlschläge oder an unwirtlichen Schotterhängen –, taucht es als eine der ersten Pflanzen auf. Mit seinen leuchtend magentafarbenen Blütenteppichen heilt es nicht nur optisch die Landschaft, sondern bereitet den Boden für nachfolgende Pflanzenarten vor und bietet Insekten eine überreiche Nektarquelle.
Informationskategorien zu dieser Wildpflanze
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Wildpflanzen-Steckbrief_„Schmalblaettriges_Weidenroeschen“
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Bilder_Fotos_„Schmalblaettriges_Weidenroeschen“
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#BestimmungBeschreibung_der_Wildpflanze
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Heilwirkung_medizinische_Nutzung
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Essbarkeit_Verwendung_in_der_Kueche
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Geschichtliches_zu_dieser_Wildpflanze
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Videobeitrag_zu_„Schmalblaettriges_Weidenroeschen“
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Quellen_und_weitere_Informationen
https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-kraeuter-a-z/uebersicht-pflanzen-s-z/weidenroeschen-schmalblaettriges/#Mehr_essbare_giftige_Wildkraeuter_Pflanzen
Wildpflanzen-Steckbrief „Schmalblättriges Weidenröschen“
Botanischer Name: Epilobium angustifolium (Synonym: Chamerion angustifolium)
Deutscher Name: Schmalblättriges Weidenröschen
Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
Gattung: Weidenröschen (Epilobium)
Andere Namen: Feuerkraut, Waldröschen, Waldweidenröschen, Stauden-Feuerkraut
Lebensdauer: Mehrjährig (ausdauernd)
Wuchsform: Krautige Pflanze (Hemikryptophyt)
Wuchshöhe: 50 bis 150 cm (selten bis 200 cm)
Wurzelwerk: Weit kriechendes, tiefgreifendes Rhizom
Blütezeit: Juni bis August
Blütenstand: Langgestreckte, endständige Traube
Fruchtreife: Spätsommer (August bis Oktober)
Boden/Standort: Stickstoffreiche, frische bis feuchte Böden; Kahlschläge, Waldränder, Brandflächen, Ufer, Schutthalden
Hauptinhaltsstoffe: Flavonoide (Myricetin, Quercetin), Gerbstoffe (Oenothein B), Beta-Sitosterol, Schleimstoffe
Giftigkeit: Für den Menschen in allen Pflanzenteilen ungiftig.
Wildpflanzen-Wissen, das mit nach draußen darf.
Bestimmung/Beschreibung der Wildpflanze
Das Schmalblättrige Weidenröschen fällt im Hochsommer durch seine mannshohen Stängel und die leuchtend purpur- bis rosafarbenen Blütentrauben schon von Weitem auf. Im Herbst beeindruckt es durch die sich öffnenden, flauschigen Samenstände.
Vegetative Merkmale (Stängel, Wurzel, Blätter)
Stängel: Aufrecht, im Querschnitt rundlich bis stumpfkantig, meist völlig unverzweigt. Er ist kahl oder nur sehr fein behaart und läuft im oberen Bereich (besonders zur Blüte hin) oft dunkel-purpurfarben an.
Blätter: Wechselständig angeordnet und kurz gestielt. Die Form ist schmal-lanzettlich (weidenartig, daher der Name), 5 bis 20 cm lang und 1 bis 2,5 cm breit. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite auffällig blaugrün bereift mit deutlich hervortretenden, hellen Blattnerven. Der Blattrand ist leicht nach unten gebogen und fein schwielig gezähnt.
Wurzel: Ein weitreichendes, ausdauerndes Rhizomgeflecht, durch das sich die Pflanze vegetativ massenhaft ausbreitet.
Generative Merkmale (Blüte & Frucht)
Blüte: Die 2 bis 3 cm breiten Blüten stehen in einer langen, endständigen Traube. Besonderheit: Im Gegensatz zu den meisten anderen heimischen Weidenröschen sind die Blüten dieser Art leicht zygomorph (spiegelsymmetrisch) und nicht streng sternförmig. Die vier Kronblätter sind rosa bis purpurrot, breit abgerundet und am Grund nagelartig verschmälert. Aus der Blüte ragt ein langer Griffel mit einer auffälligen, tief vierspaltigen (kreuzförmigen) Narbe.
Frucht: Aus dem stark verlängerten, unterständigen Fruchtknoten entwickelt sich eine schlanke, rot überlaufene Kapselfrucht. Reißt sie auf, rollen sich vier Klappen zurück und geben unzählige winzige Samen mit langen, seidenweichen Haarschöpfen frei.