Der Name Deutsch war bis zu den neuesten Unglücksfällen, ein Beehrungswort. ‚Ein Deutscher Mann‘, ‚das war Deutsch gesprochen‘, ‚ein Deutsches Wort‘, ‚ein Deutscher Händedruck‘, ‚ https://de.wikipedia.org/wiki/Nibelungentreue‘, ‚Deutscher Fleiß‘, – alle diese Ausdrücke zielen auf unser festgegründetes, wenn freilich nicht mit prunkendem Außenschein hervorstechendes Volksthum. Vollkraft, Biederkeit, Gradheit, Abscheu der Winkelzüge, Rechtlichkeit, und das ernste Gutmeinen, waren seit einem Paar Jahrtausenden die Kleinode unsers Volksthums, und wir werden sie auch gewiß durch alle Weltstürme bis auf die späteste Nachwelt vererben. Aber dennoch wird es, nach zweitausend Irrjahren, endlich ein Mahl hohe Zeit, daß wir, das menschenreichste Volk Europas, uns mit einander für Zeitwelt und Nachwelt verständigen […] So ist unser Erbtheil, die Deutschheit, ein menschheitliches Volksthum.
– Friedrich Ludwig Jahn, in: „ https://archive.org/details/DeutschesVolkstum“,
(Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Walhalla)