Es brennt in euch, ein unerträgliches Zuviel der kommenden Zeit.
Kein Gefäß hält es mehr.
Die Spannung sucht Risse, sucht Sprünge, sucht lebendiges Fleisch, durch das sie endlich ins Sichtbare stürzen kann.
Ihr wollt entkommen.
Ihr wollt die Last von euch werfen wie ein brennendes Gewand.
Doch Flucht ist nur der Schatten eines anderen Käfigs.
Jeder Umweg nährt die Täuschung.
Schließt die Augen.
Nicht aus Furcht, sondern aus heiligem Gehorsam.
Seht nicht länger das Viele, das Flackernde, das Lockende, das in tausend Farben zerreißt.
Das Viele ist Lüge.
Das Viele ist Streu.
Es gibt nur Einen Pfad.
Und dieser Pfad trägt bereits euren geheimen Namen.
Kein Stern wird vom Himmel fallen, um euch zu weisen.
Kein Mund wird für euch sprechen, der nicht aus demselben verborgenen Feuer spricht wie ihr.
Kein Buch, kein Meister, kein uraltes Zeichen wird euch retten, denn die Rettung ist kein Gegenstand, den man empfängt.
Sie ist das, was in dir bereits brennt, bevor du geboren wurdest.
Blicke nicht mehr nach außen.
Höre auf zu messen, zu wiegen, zu vergleichen.
Jeder Vergleich ist Verrat an dem Einen, das nur dir gehört.
Es gibt keinen zweiten Weg, der deiner gleicht.
ALLe anderen sind Spiegelbilder des Abgrunds, geschmückt mit trügerischem Glanz.
In dir, in der stillen, schwarzen Kammer hinter deinem Herzen, wird bereits der Blitz geschmiedet, der die Welt spalten wird.
Nicht morgen.
Nicht irgendwann.
Sondern jetzt, in diesem Atemzug, in dem du wagst, nicht wegzuschauen.
Du bist der Riss.
Du bist der Ausbruch.
Du bist das Gefäß, das zerbrechen muss, damit das Ungeborene endlich atmen kann.
Geh deinen Weg.
Nicht weil er schön ist.
Nicht weil er sicher ist.
Sondern weil nichts anderes mehr wirklich existiert.
Erfülle ihn.
Bis zum letzten Tropfen Blut.
Bis zum letzten Funken Nacht.
Denn nur das, was du bis zur Neige erträgst und durch dich hindurchlässt, wird jemals wirklich gewesen sein.
Dies wird in dir etwas zum Schwingen bringen, das du vorher nicht kanntest.